Gerüstbau

Gerüste verschiedenster Art sind heute von keiner Baustelle mehr wegzudenken. Egal ob Fassaden saniert werden sollen,
Türme oder Treppenaufgänge – für jede Baumaßnahme gibt es das passende Gerüst. Doch Gerüste ist nicht gleich Gerüst.Nach dem jeweiligen Tragsystem werden Gerüste unterschieden in Standgerüste, Hängegerüste, Auslegergerüste und Konsolgerüste.
Die Bezeichnungen sind bewusst selbsterklärend gewählt.
Das Standgerüst steht auf festem Untergrund, das Hängegerüst ist an Seilen oder Ketten abgehängt, das Auslegegerüst wird mit Stahlprofilen
als Kragarm auf Decken ausgeführt und das Konsolgerüst wird entweder aus Einzelkonsolen mit Bohlenbelag gebaut oder als fertige Bühne
mit Konsolen an Aufhängungen eingehakt. Europaweit gelten für Arbeitsgerüste die Euronormen EN 12810 bzw. EN 12811 mit ihren Teilen.
In Deutschland unterscheidet man in der Normung zwischen Arbeits- und Schutzgerüsten.
Deshalb gibt es auch in Deutschland für Schutzgerüste eine eigene sogenannte „Restnorm“ DIN 4420-3-2006-01 mit ausgewählten Gerüstbauarten
und ihren Regelausführungen.
Für Traggerüste hingegen gelten europaweit EN 12812:2004 und EN 12813:2004.
Fahrgerüste bzw. Rollgerüste werden von DIN 4422-1 bzw. HD 1004:1992 geregelt.
Weitere DIN-Normen und Euronormen regeln die Anforderungen an einzelne Gerüstteile.
DIN 18451 VOB/C Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen.
Gerüstarbeiten bildet meistens die Grundlage für Ausführung und Abrechnung. Außerdem sind die Arbeitsschutzvorschriften zu beachten.